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Fenster: Was das Baujahr verrät

Alte Fenster entsprechen in der Regel heute nicht mehr den hohen Anforderungen an Dichtigkeit und Wärmeschutz. Welchen Dämmwert die Fenster tatsächlich besitzen, lässt sich aufgrund fehlender Unterlagen nicht ohne weiteres nachvollziehen. Hinweise hinsichtlich des Baujahrs wie auch des vorhandenen Wärmeschutzes geben Bauform, Rahmenmaterial und natürlich die Verglasung.

Was uns das Alter und Baujahr von Fenstern verrät
Zuletzt aktualisiert am 19.02.2026

Das Wichtigste in Kürze

Woran erkenne ich das Baujahr?

Hinweise zum Baujahr liefern bspw. die Bauform, das Rahmenmaterial und die Verglasungsart

Einfach-, Zweifach- oder Dreifachverglasung

Seit 1978 werden in der Regel Zweifach- statt Einfachverglasungen eingebaut. Seit 2003 werden verstärkt Dreifachverglasungen verwendet.

Nach wie vor beliebt

In denkmalgeschützten Gebäuden sind Kasten- und Verbundfenster nach wie vor beliebte Fensterarten

Einfachverglaste Fenster

Dieser Fenstertyp wurde bis ca. 1978 eingebaut. Die Fenster besitzen eine Einfachverglasung ohne Scheibenzwischenraum und sind leicht an den kalten Glasoberflächen zu erkennen. Bei Minustemperaturen können sich sogar Eisblumen bilden. Durch die kalte Oberfläche kommt es schnell zur Kondenswasserbildung am Glas. Die Rahmen dieser Fenster besitzen keine oder maximal eine Dichtungsebene, insbesondere Aluminiumfenster haben keine thermisch getrennten Profile und bieten deshalb nur einen geringen Wärmeschutz.

Kastenfenster aus Holz

Bis ins Jahr 1960 waren Kastenfenster aus Holz als Fenstervariante beliebte. Sie bestehen aus zwei Fenstern, die sich separat öffnen lassen und sind meist in Stadthäusern oder Villen aus diesem Zeitraum zu finden. Der Wärmeschutz von Kastenfenstern ist trotz der „doppelten Verglasung“ mangelhaft, da die Fenster keine Dichtungen besitzen. Ein Vorteil dieser Bauart: Sie lassen sich durch den Einbau zusätzlicher Maßnahmen wie zum Beispiel einem dichten und wärmegedämmten Innenfenster gut sanieren. So bleibt die Fassadengestaltung erhalten und der Wärmeschutz wird verbessert.

Weiße Kastenfenster mit Ausblick nach Draußen

Verbundfenster

Eine Variante der Kastenfenster sind die bis ins Jahr 1980 verwendeten Verbundfenster. Sie bestehen aus zwei über den Rahmen miteinander verbundenen Flügeln, die sich zusammen öffnen lassen und nur zum Putzen getrennt werden. Auch hier ist die Wärmedämmung durch fehlende Dichtungsebenen mäßig. Ausgeführt werden diese Fenster in der Regel mit Holzrahmen. Nur eine leichte Verbesserung brachten die bis 1995 eingesetzten Verbundfenster mit wärmereflektierender Zwischenbeschichtung. Auch hier ist die mangelnde Dichtung zwischen Rahmen und Fenster und am Wandanschluss der Hauptgrund für den geringen Wärmeschutz. Beschlägt der Scheibenzwischenraum, ist die Konstruktion undicht und noch weniger wärmedämmend.

Fenster mit Zweifach-Wärmedämmglas

Ab 1980 kamen die ersten Fenster mit guter Wärmedämmung durch die Verwendung von Zweifach-Wärmedämmverglasung auf. Auch hier handelt es sich um ein Verbundfenster, die Fensterscheiben sind durch eine wärmereflektierende Zwischenbeschichtung sowie eine Erdgasfüllung voneinander getrennt. Was die Dichtheit am Wandanschluss sowie des Fensters selbst angeht, gibt es allerdings auch bei diesem Fenstertyp noch erhebliche Mängel.

Fenster mit Dreifach-Verglasung

Seit 2003 werden Fenster mit Dreifachverglasung immer mehr zum Standard. Sie erreichen durch drei Glasscheiben, beschichtete Oberflächen und gasgefüllte Scheibenzwischenräume sehr gute Wärmedämmwerte. Zusätzlich wird seither auch auf einen abgedichteten Wandanschluss geachtet, die Rahmen besitzen mindestens eine oder mehrere umlaufende Dichtungsebenen.

Mehr über die Dreifachverglasung erfahren

Zwei Fensterecken mit zweifach- und dreifach-Verglasung

Der Feuerzeugtest

Ein einfacher Test zur Bewertung eines vorhandenen Fensters bietet der Feuerzeugtest – zumindest, wenn es um die Verglasung geht. Mit diesem Test lässt sich zum einen die Scheibenanzahl, zum anderen das Vorhandensein von Beschichtungen leicht ermitteln. Dazu wird das Feuerzeug vor die Scheibe gehalten und der Widerschein der Flamme beobachtet:

  • Die Anzahl der sich spiegelnden Flammen zeigt die Anzahl der vorhandenen Glasscheiben.
  • Haben die Flammen unterschiedliche Farben, ist der Scheibenzwischenraum mit einer wärmereflektierenden Beschichtung versehen.

Alte Fenster sanieren?

Für die Fenstersanierung eines Gebäudes gibt es generell drei Möglichkeiten:

  • Einbau zusätzlicher Dichtungen
  • Austausch der Verglasung
  • Austausch des gesamten Fensters

Eine deutliche Verbesserung der Dämmqualität lässt sich in den meisten Fällen nur durch den Austausch moderner Fenster mit mehrfachen Dichtungsebenen, Mehrscheibenverglasung und hohem Wärmedämmwert erreichen. Auf eine Aufrüstung der vorhandenen Fenster wird in einigen Fällen bei denkmalgeschützten Gebäuden zurückgegriffen, bei denen die Optik erhalten bleiben muss. Doch auch hier bringt meist der Austausch gegen moderne Fenster mit gleichem Aussehen mehr als eine Fenstersanierung.

Der Hauptgrund: Nicht nur die Scheiben sind ein Wärmeleck, auch die Wandanschlüsse entsprechen nicht modernen Standards. Ein weiteres Problem sind die Rahmen, die hinsichtlich der Rahmenstärken wie auch der Rahmendämmung den gesetzlichen Anforderungen nicht gerecht werden.

Alte Holzfenster die zur Entsorgung übereinander geworfen wurden

FAQ: Häufige Fragen zum Fenster-Baujahr

Soll man 30 Jahre alte Fenster austauschen?

Ja, 30 Jahre alte Fenster sollte man austauschen, da ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgelaufen ist, weil sie hohe U-Werte (ca. 2,7–3,0 W/m²K) aufweisen und durch Zugluft, poröse Dichtungen sowie veraltete Verglasung zu hohen Heizkosten sowie Schimmelbildung führen. Moderne Fenster mit U-Werten von 0,5–1,3 W/m²K sparen jährlich Hunderte Euro, verbessern den Einbruch- und Schallschutz und amortisieren sich inklusive Förderungen in 8–15 Jahren

Wie alt dürfen Fenster im Durchschnitt sein?

Fenster dürfen im Durchschnitt 20 bis 40 Jahre alt sein, abhängig vom Material: Kunststoff- und Aluminiumfenster halten typischerweise 30–50 Jahre, Holzfenster bei Pflege 25–40 Jahre. Nach dieser Zeit lassen Dichtungen, Verglasung und Dämmleistung nach, weshalb Experten ab 20–30 Jahren einen Austausch empfehlen, um Energieverluste zu vermeiden.

Lohnt sich der Austausch 20 Jahre alter Fenster?

Ja, der Austausch von 20 Jahre alten Fenstern lohnt sich in der Regel, da sie einen U-Wert von ca. 2,0–3,0 W/m²K haben und durch moderne Fenster mit 0,5–1,3 W/m²K jährlich 40–100 € Heizkosten pro Fenster eingespart werden können. Mit Förderungen wie z.B. eine 20% BAFA-Zuschuss amortisiert sich die Investition (ca. 500–1.000 € pro Fenster inkl. Einbau) nach 9–15 Jahren und sie steigert den Wohnkomfort und den Immobilienwert langfristig.

Wie alt dürfen Fenster in einer Mietwohnung sein?

Es gibt in Deutschland keine gesetzliche Obergrenze für das Alter von Fenstern in Mietwohnungen – entscheidend ist ihr technischer Zustand und die Funktionsfähigkeit. Fenster gelten als überaltert nach ca. 20–30 Jahren, bei Mängeln wie Undichtigkeit oder Zugluft muss der Vermieter reparieren oder austauschen.

Welche Fenster wurden vor 1995 verbaut?

Vor 1995 wurden hauptsächlich Holzfenster mit Einfach- oder Zweifachverglasung verbaut, oft als Kastenfenster mit zwei Flügeln pro Ebene und dünnen Holzrahmen, die durch Kitt und Nägel gehalten wurden. Ab den 1970er Jahren kamen Kunststofffenster (PVC) mit einfacher Isolierverglasung auf, jedoch ohne moderne Dichtungen oder Low-E-Beschichtungen, was zu U-Werten von 2,7–3,0 W/m²K führte.

Welchen U-Wert haben 30 Jahre alte Fenster?

30 Jahre alte Fenster haben typischerweise U-Werte von 2,7 bis 3,0 W/m²K, da sie meist Zweifachverglasungen ohne moderne Beschichtungen aufweisen und durch abgenutzte Dichtungen den Wärmeverlust weiter erhöhen. Moderne Fenster erreichen hingegen 0,5 bis 1,1 W/m²K, was einen deutlich geringeren Energieverbrauch bedeutet.

Wo steht am Fenster das Baujahr?

Das Baujahr eines Fensters steht oft auf einem Klebeetikett, Metallschild oder Stempel am Rahmen, besonders in den Ecken, am Flügel oder innenliegend – suchen Sie dort nach Typenbezeichnungen oder Datumsangaben. Alternativ finden Sie es zwischen den Scheiben am Isoliersteg (z.B. „03/2006“ für März 2006).

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