Energiesparfenster
Energiesparfenster reduzieren Wärmeverluste über die Gebäudehülle und können dadurch Heizenergie sparen sowie den Wohnkomfort verbessern. Entscheidend ist nicht nur die Verglasung, sondern das Zusammenspiel aus Rahmen, Glas, Abstandhalter, Dichtungen und fachgerechtem Einbau. Beim Kauf sollten Sie deshalb besonders auf den U-Wert des gesamten Fensters (Uw) achten: Je niedriger der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Bei Letwork konfigurieren Sie Ihr Fenster nach Maß und sehen den Preis direkt online.
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Inhalt
- Vorteile und Energieeinsparung
- Was kosten Energiesparfenster?
- Welche Eigenschaften sind wichtig?
- Zweifach- oder Dreifachverglasung?
- Der richtige U-Wert
- Rahmen und Profil
- Abstandhalter und warme Kante
- Dichtungen
- Rollläden und Sonnenschutz
- Das Gebäudeenergiegesetz und technische Anforderungen
- Förderungsmöglichkeiten
- FAQ: Häufige Fragen zu Energiesparfenstern
Warum ist der Fenster-Wärmeschutz so wichtig?
Eine der wichtigsten Eigenschaften moderner Fenster ist eine gute Wärmedämmung. Fenster trennen den beheizten Innenraum von der Außenluft und beeinflussen dadurch, wie viel Heizenergie im Gebäude bleibt.
In einem unsanierten Gebäude können Fenster einen erheblichen Anteil der Wärmeverluste verursachen – laut Umweltbundesamt etwa 20 bis 40 Prozent der gesamten Heizwärme. Gründe dafür sind Wärmeverluste über die Verglasung und den Rahmen sowie Zugluft durch undichte oder verzogene Fenster.
Auch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) stellt Anforderungen an die energetische Qualität von Fenstern, insbesondere wenn Bauteile in bestehenden Gebäuden erneuert oder modernisiert werden. Für Fenster ist dabei der Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters, der sogenannte Uw-Wert, entscheidend. Je niedriger der U–Wert ist, desto weniger Wärme gelangt durch das Fenster nach außen.
Der Wärmeschutz eines Fensters hängt nicht nur von der Verglasung ab. Auch der Fensterrahmen, der Randverbund zwischen Glas und Rahmen, die Dichtungen sowie der Anschluss an das Mauerwerk beeinflussen die tatsächliche Energieeffizienz. Deshalb sollten beim Fensterkauf immer die technischen Werte des kompletten Fensters und nicht ausschließlich der Ug-Wert der Verglasung betrachtet werden.
Wie kann ich mit einem neuen Fenster Energie sparen?
Alte Fenster, insbesondere einfachverglaste Modelle aus früheren Baujahren, bieten häufig nur einen geringen Wärmeschutz. Zudem können sich Rahmen im Laufe der Zeit verziehen, Dichtungen porös werden oder Beschläge ihre Funktion verlieren. Schließen Fenster dadurch nicht mehr dicht, entweicht warme Raumluft und kalte Außenluft kann eindringen. Das führt zu Wärmeverlusten, Zugluft und einem geringeren Wohnkomfort.
Moderne Energiesparfenster sind dagegen so konstruiert, dass Verglasung, Rahmen, Dichtungen und Abstandhalter gemeinsam eine hohe Wärmedämmung erreichen. Je nach Gebäude und energetischem Ziel kommen eine hochwertige 2-fach- oder 3-fach-Wärmeschutzverglasung zum Einsatz. Eine 3-fach-Verglasung bietet in der Regel einen besonders niedrigen Ug-Wert, während für die Gesamtbewertung des Fensters der Uw-Wert maßgeblich bleibt.
Durch gut dämmende und dicht schließende Fenster können Wärmeverluste reduziert werden. Das kann den Heizenergiebedarf senken, Heizkosten reduzieren und den Wohnkomfort verbessern. Wie hoch die tatsächliche Einsparung ausfällt, hängt unter anderem vom Zustand der alten Fenster, der Fensterfläche, dem Gebäude, dem Heizsystem, den Energiepreisen und dem fachgerechten Einbau ab.
Vorteile von Energiesparfenstern
Neben der Wärmedämmung bieten moderne Energiesparfenster weitere Vorteile
- Weniger Zugluft und ein gleichmäßigeres Raumklima
- Höhere Oberflächentemperaturen an der Innenseite der Scheibe
- Geringeres Risiko für Tauwasser an der Fensterinnenseite
- Bessere Schalldämmung bei geeigneter Verglasung
- Mehr Sicherheit durch stabile Rahmen, Beschläge und Sicherheitsverglasung
- Langfristige Funktionalität durch robuste und witterungsbeständige Materialien.
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Was kosten Energiesparfenster?
Der Preis eines Energiesparfensters hängt von mehreren Faktoren ab: Fenstergröße, Rahmenmaterial, Verglasung, Profil, Öffnungsart, Farbe, Sicherheitsausstattung und Montage. Ein einfaches Kunststofffenster ist in der Regel günstiger als ein Holz- oder Holz-Aluminium-Fenster. 3-fach verglaste Fenster kosten meist mehr als vergleichbare Modelle mit 2-fach-Verglasung, bieten dafür in der Regel einen besseren Wärmeschutz.
Die Preise im Online-Shop sind Einstiegspreise für konfigurierbare Produkte. Der tatsächliche Preis wird erst durch die individuellen Maße und die gewählte Ausstattung bestimmt. Zusätzliche Kosten können für Lieferung, Demontage, Montage, Fensterbänke, Rollläden oder Sonderausstattungen entstehen.
Wichtig: Vergleichen Sie Angebote nicht nur anhand des Fensterpreises. Achten Sie auch auf den Uw-Wert, die Verglasung, den Abstandhalter, die Dichtungen, die Montageleistung und die Gesamtkosten.
Das sagen unsere Kunden
Welche Eigenschaften sind wichtig?
Zweifach- oder Dreifachverglasung?
Energiesparfenster können mit einer hochwertigen 2-fach oder 3-fach-Wärmeschutzverglasung ausgestattet werden. Eine Dreifachverglasung erreicht in der Regel besonders niedrige Ug-Werte und wird häufig im Neubau sowie bei energetischen Sanierungen eingesetzt. Eine Zweifachverglasung kann je nach Gebäude, vorhandener Bausubstanz und bauphysikalischer Planung weiterhin sinnvoll sein.
Die Scheibenzwischenräume sind meist mit Argon gefüllt. Zusätzlich verbessert eine Wärmeschutzbeschichtung die Dämmwirkung. Entscheidend ist, dass Verglasung, Rahmen, Randverbund und Einbau gemeinsam betrachtet werden.
| Kriterium | Zweifachverglasung | Dreifachverglasung |
|---|---|---|
| Wärmeschutz | Gute Wärmedämmung bei moderner Wärmeschutzverglasung | Sehr gute Wärmedämmung, in der Regel mit niedrigeren Ug-Werten als eine Zweifachverglasung |
| Heizenergie und Wärmeverluste | Reduziert Wärmeverluste deutlich gegenüber Einfachverglasung und alten Isolierglasfenstern | Reduziert Wärmeverluste meist stärker als eine vergleichbare Zweifachverglasung |
| Schallschutz | Kann guten Schallschutz bieten; entscheidend sind Aufbau, Glasdicke und asymmetrische Scheibenzwischenräume | Nicht automatisch besser als bei Zweifachglas; entscheidend ist der konkrete Glasaufbau |
| Solare Wärmegewinne | Je nach Beschichtung und Glasaufbau häufig etwas höher | Je nach Beschichtung und Glasaufbau teilweise geringer; für Südfenster und große Glasflächen beachten |
| Anschaffungspreis/strong> | In der Regel niedriger | Meist höher |
| Typischer Einsatz | Bestandsgebäude, bestimmte Sanierungen | Neubau, hohe energetische Anforderungen |
| Montage und Bauphysik | Muss fachgerecht eingebaut werden und an die Gebäudehülle angepasst werden | Besonders sorgfältige Planung nötig, um Wärmebrücken und Feuchtigkeitsprobleme am Anschluss zu vermeiden |
Wichtig: Der richtige U-Wert!
Der U-Wert beschreibt den Wärmedurchgang durch ein Bauteil. Je niedriger der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Bei Fenstern sollten Sie zwischen drei Kennwerten unterscheiden:
- Ug-Wert: Wärmedurchgang der Verglasung
- Uf-Wert: Wärmedurchgang des Fensterrahmens
- Uw-Wert: Wärmedurchgang des gesamten Fensters einschließlich Rahmen, Verglasung und Randverbund
Für den Fenstertausch ist vor allem der Uw-Wert entscheidend. Ein sehr niedriger Ug-Wert allein bedeutet nicht automatisch, dass das komplette Fenster ebenso gut dämmt. Deshalb sollten Herstellerangaben und Angebote immer den Wert des gesamten Fensters ausweisen.
Moderne Energiesparfenster liegen in der Regel bei einem Uw-Wert unter 1,0 W/m²K. Welcher Wert sinnvoll ist, hängt jedoch vom Gebäude, der übrigen Dämmung, der Einbausituation und den Anforderungen einer möglichen Förderung ab.
Rahmenmaterial und Profil
Kunststoffprofile

Kunststofffenster bestehen aus Mehrkammerprofilen. Die einzelnen Kammern verbessern die Wärmedämmung, weil sie den Wärmefluss durch den Rahmen verlängern. Moderne Energiesparfenster aus Kunststoff verfügen häufig über sechs oder sieben Profilkammern und eine Bautiefe von 76 bis 88 Millimeter.
Eine größere Bautiefe oder höhere Kammeranzahl allein garantiert jedoch noch keinen bestimmten Dämmwert. Entscheidend sind immer die Konstruktion des Profils, die Verglasung, die Dichtungen und der daraus resultierende Uw-Wert.
Viele Kunststofffenster enthalten eine umlaufende Stahlverstärkung. Sie erhöht die Stabilität des Fensterrahmens und trägt dazu bei, dass sich der Rahmen auch bei wechselnden Temperaturen und größeren Fenstermaßen möglichst wenig verzieht. Dadurch kann der Fensterflügel dauerhaft präzise schließen und die Dichtungen zuverlässig anpressen.
Holz- und Aluminiumprofile

Holz besitzt aufgrund seiner natürlichen Struktur gute wärmedämmende Eigenschaften. Holzfenster benötigen jedoch eine regelmäßige Pflege, damit die Oberfläche dauerhaft gegen Witterungseinflüsse geschützt bleibt. Bei Holz-Alu-Kombinationen wird der wärmedämmende Holzkern um eine witterungsbeständige Aluminiumvorsatzschale ergänzt. Dadurch wird der Pflegeaufwand auf der Außenseite reduziert.
Aluminiumprofile sind besonders stabil, langlebig und für große Fensterflächen geeignet. Da Aluminium Wärme vergleichsweise gut leitet, benötigen hochwertige Aluminiumfenster thermisch getrennte Profile. Dabei verhindert eine isolierende Konstruktion innerhalb des Rahmens, dass Wärme ungehindert von der warmen zur kalten Seite geleitet wird.
Worauf sollten Sie beim Rahmen achten?
Achten Sie beim Vergleich von Energiesparfenstern auf folgende Angaben:
- Uw-Wert des gesamten Fensters
- Uf-Wert des Rahmens
- Bautiefe und Profilaufbau
- Anzahl und Anordnung der Profilkammern bei Kunststofffenstern
- Art der Verstärkung oder thermischen Trennung
- Qualität und Anzahl der Dichtungsebenen
- Fachgerechter Anschluss an Mauerwerk und Dämmung
Ein gut gedämmtes Profil kann seine Wirkung nur dann vollständig entfalten, wenn das Fenster fachgerecht ausgerichtet, abgedichtet und an die Gebäudehülle angeschlossen wird. Fehler am Baukörperanschluss können Wärmebrücken verursachen und die tatsächliche Energieeffizienz des Fenster verringern.
Abstandhalter und warme Kante
Der Abstandhalter ist ein wichtiger Bestandteil der Mehrscheiben-Wärmeschutzverglasung eines Energiesparfensters. Er hält die Glasscheiben in einem exakt definierten Abstand zueinander und bildet gemeinsam mit den Dichtstoffen den Randverbund. Dadurch bleibt der Scheibenzwischenraum dauerhaft geschlossen und die Füllung aus Luft oder Edelgas wie Argon kann ihre wärmedämmende Wirkung entfalten.
Bei herkömmlichen Isolierglasfenstern bestehen die Abstandhalter häufig aus Aluminium. Aluminium leitet Wärme jedoch vergleichsweise gut und kann dadurch am Glasrand eine Wärmebrücke bilden. An dieser Stelle geht mehr Wärme verloren als im übrigen Bereich der Verglasung. Außerdem kann die raumseitige Temperatur am Glasrand stärker absinken, wodurch bei ungünstigen Bedingungen das Risiko für Kondenswasser steigt.
Eine warme Kante ist ein thermisch verbesserter Abstandhalter beziehungsweise Randverbund. Statt überwiegend wärmeleitendem Aluminium kommen Materialien mit geringerer Wärmeleitfähigkeit zum Einsatz, beispielsweise Edelstahl, Kunststoff oder thermoplastische Systeme. Dadurch wird der Wärmeverlust am Glasrand reduziert und die Wärmedämmung des gesamten Fensters verbessert.
Vorteile der warmen Kante
Ein Energiesparfenster mit warmer Kante bietet insbesondere folgende Vorteile:
- Geringere Wärmeverluste am Übergang zwischen Glas und Rahmen
- Verbesserte Wärmedämmung des gesamten Verglasung
- Höherer Wärmekomfort in Fensternähe
- Höhere Oberflächentemperatur am inneren Glasrand
- Geringeres Risiko für Kondenswasser am Rand der Innenscheibe
- Bessere Voraussetzungen für einen niedrigen Uw-Wert des gesamten Fensters
Warum ist die warme Kante bei Energiesparfenstern wichtig?
Bei einem Energiesparfenster müssen alle Bauteile aufeinander abgestimmt sein. Eine hochdämmende Zweifach- oder Dreifachverglasung kann ihre Wirkung nur dann vollständig entfalten, wenn auch der Randverbund möglichst wenig Wärme leitet. Deshalb gehört die warme Kante heute zu den wichtigen Ausstattungsmerkmalen moderner Energiesparfenster.
Dichtungen
Fensterdichtungen verhindern, dass warme Raumluft unkontrolliert entweichen oder kalte Außenluft, Wind und Schlagregen in das Gebäude eindringen. Sie sind deshalb wichtig für Wärmeschutz, Luftdichtheit, Schlagregenschutz und Wohnkomfort. Bei einem modernen Energiesparfenster müssen die Dichtungen dauerhaft elastisch bleiben und sich gleichmäßig an den Fensterrahmen anlegen.
Anschlagdichtung und Mitteldichtung
Fenster können mit zwei oder drei umlaufenden Dichtungsebenen ausgestattet sein. Bei einer Konstruktion mit Anschlagdichtung liegen die Dichtungen zwischen Fensterflügel und Blendrahmen an der Innen- und Außenseite. Sie schützen den Innenraum vor Zugluft und Feuchtigkeit und sorgen dafür, dass der Fensterflügel dicht schließt.
Eine zusätzliche Mitteldichtung befindet sich zwischen der inneren und äußeren Dichtungsebene. Sie unterteilt den Falzbereich in eine innere und eine äußere Zone. Dadurch entsteht eine geschützte, bzw. „trockene“, Kammer, in der sich Feuchtigkeit und kalte Außenluft nicht unmittelbar bis zur Raumseite ausbreiten können. Die äußere Dichtung übernimmt vor allem den Schutz vor Wind und Schlagregen, während die innere Dichtung die Luftdichtheit zum Wohnraum unterstützt.
Geeignete Materialien für Fensterdichtungen
Für Fensterdichtungen werden unter anderem EPDM, TPE oder verschiedene PVC-basierte Materialien eingesetzt. EPDM ist ein synthetischer Kautschuk, der sich durch eine gute Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung, Ozon, Feuchtigkeit und Witterung auszeichnet. Dadurch kann das Material auch bei wechselnden Temperaturen über lange Zeit elastisch bleiben.
Entscheidend ist nicht nur das Dichtungsmaterial, sondern auch die Verarbeitung und Konstruktion. Die Dichtung muss korrekt in der vorgesehenen Nut sitzen, an den Ecken sauber verbunden sein und mit gleichmäßigem Anpressdruck am Rahmen anliegen. Beschädigte, verhärtete oder falsch sitzende Dichtungen können zu Zugluft, Feuchtigkeitseintritt und höheren Wärmeverlusten führen.
Mit Rollläden die Wärmedämmung des Fensters ergänzen
Rollläden ergänzen den Wärmeschutz von Energiesparfenstern und erhöhen den Wohnkomfort. Sie bieten Sicht- und Blendschutz, verbessern je nach Ausführung den Schallschutz und helfen dabei, die Raumtemperatur im Winter wie im Sommer angenehmer zu halten.
Im Winter kann ein vollständig geschlossener Rollladen die Wärmeverluste über das Fenster reduzieren. Zwischen der Verglasung und dem Rollladenpanzer bildet sich eine ruhende Luftschicht, die den Wärmeübergang nach außen erschwert. Besonders wirksam ist diese zusätzliche Schutzschicht, wenn der Rollladen dicht schließt und die Führungsschienen sowie der Anschluss an die Fensterbank möglichst wenig Luft durchlassen. Auch ausgeschäumte oder mit wärmedämmendem Material gefüllte Lamellen können die Wirkung des Rollladens verbessern.
Die Kombination aus einem gut gedämmten Energiesparfenster und einem passenden Rollladen kann den Wärmeschutz der Fensterfläche dadurch sinnvoll ergänzen. Der Rollladen ersetzt jedoch keine hochwertige Verglasung, keinen gut gedämmten Rahmen und keinen fachgerechten Fenstereinbau. Für die Energieeffizienz des Fensters bleibt der U-Wert des gesamten Fensters entscheidend.
Auch im Sommer bieten Rollläden einen wichtigen Vorteil: Als außenliegender Sonnenschutz halten sie einen großen Teil der Sonneneinstrahlung bereits vor der Verglasung ab. Dadurch gelangt weniger Wärme in den Raum und das Risiko der sommerlichen Überhitzung sinkt. Das kann den Einsatz von Ventilatoren und Klimageräten reduzieren.
Achten Sie bei der Planung außerdem auf den Rollladenkasten. Ein ungedämmter oder undichter Kasten kann Wärmeverluste, Zugluft und Wärmebrücken verursachen und dadurch die Wirkung des Energiesparfensters beeinträchtigen. Bei einem Fensteraustausch sollte deshalb nicht nur das Fenster, sondern auch der Rollladenkasten und sein Anschluss an die Gebäudehülle geprüft und gegebenenfalls gedämmt werden.
Das Gebäudeenergiegesetz – klare Vorgaben für Neubau und Modernisierung
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt energetische Anforderungen für beheizte und klimatisierte Gebäude fest. Diese Vorgaben betreffen auch Fenster und Fenstertüren, wenn sie im Neubau oder im Rahmen einer Modernisierung bzw. eines Austauschs erneuert werden.
Für Hausbesitzer bedeutet das: Neue Fenster müssen nicht nur optisch und funktional zum Gebäude passen, sondern auch einen ausreichenden Wärmeschutz bieten. Bei Fenstern wird dieser unter anderem über den Uw-Wert des gesamten Fensters bewertet.
Welche Vorgaben gelten für Fenster?
Bei bestimmten Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen gelten für Fenster und Fenstertüren Höchstwerte für den Wärmedurchgang. Für herkömmliche Fenster und Fenstertüren liegt der maßgebliche Grenzwert bei 1m3 W/m²K, für Dachflächenfenster bei 1,4 W/m²K. Werden bei bestehenden Fenstern lediglich die Fensterscheiben ausgetauscht, gilt für die Verglasung ein Höchstwert von 1,1 W/m²K.
Die konkreten Anforderungen können je nach Maßnahme, Gebäudeart und baulicher Situation abweichen. Außerdem ist zu beachten, dass die gesetzlichen Werte Mindestanforderungen darstellen. Sie sagen nicht automatisch aus, welches Fenster für Ihr Gebäude energetisch am besten geeignet ist.
Warum moderne Energiesparfenster eine gute Wahl sind
Alte Fenster gehören in vielen Gebäuden zu den Schwachstellen der Gebäudehülle. Einfachverglasungen und Isolierglasfenster weisen häufig deutlich schlechtere Dämmwerte als moderne Fenster auf. Durch undichte Rahmen, poröse Dichtungen oder veraltete Verglasungen können zusätzlich Zugluft und Wärmeverluste entstehen.
Moderne Energiesparfenster sind hingegen darauf ausgelegt, Wärmeverluste dauerhaft zu reduzieren und bieten mehr als die bloße Erfüllung gesetzlicher Mindestanforderungen. Sie helfen dabei, die energetische Qualität der Gebäudehülle zu verbessern, Heizkosten zu reduzieren und das Raumklima angenehmer zu gestalten.
Förderungsmöglichkeiten für Energiesparfenster
Eine Förderung hängt davon ab, ob die Fenster einzeln, als Teil einer energetischen Sanierung oder im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung ausgetauscht werden.
Förderbedingungen, Fördersätze und technische Anforderungen können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor der Beauftragung die aktuell geltenden Programme bei der KfW, dem BAFA oder einer Energieeffizienz-Expertin beziehungsweise einem Energieeffizienz-Experten.
Für geförderte Maßnahmen ist in der Regel der Uw-Wert des gesamten Fensters maßgeblich. Der erforderliche Wert hängt unter anderem von der Fördermaßnahme, dem Gebäudetyp und der Fensterart ab. Lassen Sie die Förderfähigkeit deshalb vor der Bestellung prüfen.
Wichtig: Förderanträge müssen in der Regel vor der Auftragsvergabe beziehungsweise vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Nachträgliche Anträge sind je nach Programm nicht mehr möglich.
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FAQ: Häufige Fragen zu Energiesparfenstern
Ein Energiesparfenster ist ein Fenster mit besonders guter Wärmedämmung. Dazu tragen Verglasung, Rahmen, Abstandhalter, Dichtungen und der fachgerechte Einbau bei. Der wichtigste Kennwert für das komplette Fenster ist der Uw-Wert.
Fenster mit 3-fach-Wärmeschutzverglasung und einem niedrigen Uw-Wert können Wärmeverluste besonders stark reduzieren. Ob sie für ein bestimmtes Gebäude die beste Wahl sind, hängt jedoch von der vorhandenen Bausubstanz und der Einbausituation ab.
Eine Dreifachverglasung bietet meist den besseren Wärmeschutz, ist aber schwerer und teurer. Zweifachverglasungen können bei bestimmten Bestandsgebäuden oder Sanierungssituationen sinnvoll sein. Die Entscheidung sollte anhand des gesamten Fensters und des Gebäudes getroffen werden.
Außenbeschlag kann bei einer gut dämmenden Verglasung auftreten, wenn die äußere Scheibe in bestimmten Wetterlagen stark abkühlt. Das ist nicht automatisch ein Mangel, sondern kann auf eine gute Wärmedämmung hinweisen. Beschlag zwischen den Scheiben deutet dagegen auf eine undichte Verglasung hin.
Der Einbau sollte durch einen qualifizierten Fachbetrieb erfolgen. Nur ein korrekt ausgerichtetes, abgedichtetes und fachgerecht angeschlossenes Fenster kann seine vorgesehenen Wärme- und Dämmeigenschaften erreichen.
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