Kosten für Fenstermontage
Beim Einbau neuer Fenster ist die fachgerechte Abdichtung der Anschlussfugen zwischen Blendrahmen und Mauerwerk wichtig. Um langfristig funktionsfähige und dichte Fenster zu erhalten, empfiehlt es sich in der Regel, diese Arbeiten von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen.
Was spricht für den Fachbetrieb?
Fensterbaubetriebe liefern in vielen Fällen nicht nur die Fenster selbst, sondern übernehmen auch den Einbau. Die Beauftragung einer seriösen Fachfirma bringt für den Bauherren gleich mehrere Vorteile mit. Einer der wichtigsten: Treten nach dem Einbau Mängel hinsichtlich der Dichtheit oder Funktionsfähigkeit auf, ist der Handwerker in der Gewährleistungspflicht und muss Schäden und Mängel nachbessern.
Bei der Wahl des einbauenden Betriebs sollten Bauherren darauf achten, dass diese die Montage nach RAL-Richtlinien durchführen. Dies sichert eine hohe Qualität der Arbeiten und sorgt dafür, dass die Fenster alle bauphysikalischen Anforderungen an Wärme-, Schall- und Brandschutz dauerhaft erfüllen.
Die Kosten für den Fenstereinbau
Welche Kosten für die Fenstermontage auf den Bauherren zukommen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Deshalb können hier nur Richtwerte als Preisbeispiele angegeben werden. Regionale und Herstellerunterschiede, aber auch Anzahl der Fenster, Fenstergröße und Einbausituation bestimmen den tatsächlichen Preis.
Geht man von einem Stundensatz von 40 bis 60 Euro und einer Arbeitszeit von 2 bis 4 Stunden je Fenster aus, ist für den Einbau von Fenstern ungefähr mit folgenden Kosten zu rechnen:
| Art des Fensters | Arbeitsstunden | Einbaukosten |
|---|---|---|
| Fenster (90 x 1,20) | 2 | 80 – 120 € |
| Dachfenster (55 x 78) | 3 | 120 – 180 € |
| Balkontür | 4 | 160 – 240 € |
Fensterbänke berechnen die Betriebe häufig pro laufendem Meter. Für die Montage liegen die Kosten für den Einbau je Fensterbreite zwischen 25 und 75 € pro Fenster.
Werden Fenster vom Fachbetrieb ausgetauscht, kommen zusätzlich noch Kosten für Ausbau und Entsorgung der alten Fenster von 30 bis 50 Euro pro m² Fenster hinzu. Weiterhin können individuell Anfahrtskosten entstehen, viele Fachbetriebe berechnen diese allerdings erst ab einer Entfernung von ca. 50 km zwischen Betrieb und Baustelle.
Tipp: Den Ausbau und die Entsorgung der alten Fenster können Bauherrn auch in Eigenleistung übernehmen.
Sparen bei der Fenstermontage
Die Kosten für die Fenstermontage können zum einen durch eine steuerliche Berücksichtigung der Handwerkerkosten, zum anderen durch staatliche Fördermittel gesenkt werden:
- Handwerkerleistungen können steuerlich abgesetzt werden. Aktuell beträgt die Steuerentlastung 20 % der Arbeitskosten bis zu einem Gesamtbetrag von 6.000 Euro pro Jahr. Voraussetzung für diese Steuerersparnis ist ein Zahlungsbeleg, Barquittungen sind nicht absatzfähig.
- Die KfW bietet in ihren Programmen zur energetischen Gebäudesanierung verschiedene Fördermöglichkeiten als Zuschuss oder zinsvergünstigter Kredit an. Wichtig dabei ist, sich vor Beginn der Maßnahme über die aktuellen Förderkonditionen zu informieren.
Tipp: Grundsätzlich darf mit dem Fenstereinbau erst nach Bewilligung des Förderantrags begonnen werden.
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