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Haustür sanieren oder erneuern?

Erfüllt die vorhandene Haustür die Ansprüche an den modernen Wärmeschutz nicht mehr oder weist Mängel hinsichtlich der Funktion, Sicherheit und des Einbruchschutzes auf, haben Hausbesitzer zwei Möglichkeiten: Die vorhandene Tür kann durch ein modernes Modell ausgetauscht oder vom Fachbetrieb aufgearbeitet und aufgewertet werden. Welche Variante sinnvoll und wirtschaftlich ist, hängt vom Zustand der Haustür, aber auch vom Material ab. Vor allem bei optisch ansprechenden Haustüren aus Holz kann sich eine Sanierung lohnen.

Handwerker saniert eine Haustüre im bestehenden Haus
Zuletzt aktualisiert am 22.11.2025

Hauptsache dicht!

Damit die bauphysikalischen Anforderungen an eine Haustür wie Wärmedämmung und Dichtheit erfüllt sind, muss die Haustür selbst den vorgeschriebenen Werten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entsprechen. Ebenfalls wichtig ist ein dichtes Schließen der Haustür sowie die Dichtigkeit der Anschlussfugen zwischen Blendrahmen und Mauerwerk, bzw. Außenwand. Gerade alte Haustüren aus Holz weisen hier häufig Mängel auf. Wenn es um die Entscheidung Sanierung oder Erneuerung geht, sollten folgende Aspekte der eingebauten Tür geprüft werden:

  • Ist eine Nachrüstung von umlaufenden Dichtungen zwischen Türblatt und Türrahmen möglich?
  • Kann die Tür nachjustiert werden, so dass das Türblatt dicht am Rahmen anliegt?
  • Erreicht die Modernisierung der Haustür einen U-Wert von mindestens 1,8 W/ m²K?

Tipp: Die Beurteilung gehört in die Hände eines Fachbetriebs, der die entsprechende Erfahrung und auch die Fähigkeiten und Techniken zur Modernisierung mitbringt.

Wie kann eine Haustür saniert werden?

Alte Haustüren können durch unterschiedliche Maßnahmen aufgearbeitet werden. Welche davon sinnvoll sind, hängt von Bauweise, Zustand und Material der Tür ab. Folgende Methoden kommen in Frage:

  • Aufdopplung durch die Montage einer neuen Haustürebene auf das vorhandene Türblatt
  • Wärmeschutzverbessernde Maßnahmen wie eine zweite Dämmebene
  • Einfräsen zusätzlicher Dichtungsebenen bei Holzhaustüren
  • Nachrüstung einbauhemmender Maßnahmen in Türblatt und Blendrahmen

Tipp: Bei Sanierungsmaßnahmen an der Haustür zur Aufwertung sollten ausschließlich Fachbetriebe mit Spezialisierung und Erfahrung beauftragt werden.

Infobild: Die alte Haustür erhalten und zeitgemäß sanieren

Wann ist ein Austausch die bessere Wahl?

Für einen Austausch der Haustür gibt es zwei gute Gründe:

  • Die vorhandene Tür lässt sich auch durch die genannten Maßnahmen nicht so dicht und sicher machen, dass sie den Anforderungen entspricht.
  • Die Kosten für die Modernisierung übersteigen die Kosten für den Kauf und Einbau einer neuen Haustür deutlich.

Hausbesitzer sollten vor der Entscheidung gründlich abwägen und die Vor- und Nachteile der beiden Varianten gegenüberstellen:

Infobild: Ein Grund für den Austausch: Sie möchten die Außenluft nicht beheizen

Vor- und Nachteile der Modernisierung:

Vorteile Nachteile
Sanierung + Der optische Eindruck der Fassade bleibt erhalten.
+ Das Mauerwerk, bzw. die Außenwand muss nicht aufgestemmt und anschließend neu verputzt werden.
– Es müssen häufig Abstriche hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit und Dichtheit gemacht werden.
Austausch + Die Anforderungen an Wärmeschutz und Dichtheit werden erfüllt.
+ Die Funktionalität bringt hinsichtlich der Optik keine Abstriche.
– Umfangreiche Ausbau- und Putzarbeiten an der Laibung sind erforderlich, evtl. muss die Türöffnung verändert werden.
– Übergangsweise muss eine Nottür eingesetzt werden.

Tipp: Historisch bedeutsame oder optisch ansprechende Haustüren können originalgetreu und individuell nachgebaut werden. Das sieht gut aus, ist aber mit hohen Kosten verbunden.

Die Kosten der Haustürmodernisierung

Während sich die Kosten für den Einbau einer neuen Haustür meist recht gut kalkulieren lassen und je nach Türmodell und Bausituation zwischen 400 und 8.000 Euro liegen, ist die Haustürsanierung hinsichtlich der Kosten sehr individuell. Neben den Materialkosten fallen zusätzlich Aus- und Einbau- sowie Transport- und Fahrtkosten an. Einen genauen Preis kann nur der Fachbetrieb nach einer Vor-Ort-Besichtigung nennen.

Förderung vom Staat beantragen!

Um die Kosten für die neue Haustür zu senken, kann die Förderung der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) in Anspruch genommen werden. Verschiedene Programme fördern dabei nicht nur den Austausch der alten Haustür gegen ein neues Modell mit höherem U-Wert, sondern auch die Erneuerung einer vorhandenen Haustür mit Zuschüssen bis zu 5.000 Euro. Förderfähig sind neben der Verbesserung von Dämmwert und Dichtheit auch Maßnahmen zum Einbruchschutz.

Tipp: Die Förderung bei der KfW muss grundsätzlich vor Beginn der Maßnahme beantragt werden. Auf der Webseite können Hausbesitzer sich vorab über die aktuellen Förderbedingungen informieren.

Mehr über Förderungsmöglichkeiten für Haustüren erfahren

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