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Fenstertausch: Kosten

Bauherren die einen Fenstertausch planen, müssen je nach Anzahl, Größe und Art der Fenster tief in die Tasche greifen. Für ein Einfamilienhaus liegen die Kosten für neue Fenster schnell im fünfstelligen Bereich. Sind zusätzlich noch Sonderausstattungen geplant, unterliegt das Gebäude dem Denkmalschutz oder werden die Fenster zusammen mit einer Fassadensanierung erneuert, steigen die Kosten nochmals deutlich an.

Genaue Auskunft darüber, wie viel in die neuen Fenster investiert werden muss, liefern individuelle Angebote vom Fensterbaubetrieb, denn jedes Fenstertausch-Projekt ist anders. Grundlage des Angebots sind Abmessungen, Rahmenmaterial, Verglasung und Besonderheiten für die neuen Fenster, hinzu kommen die Kosten für den Ausbau der alten und den Einbau der neuen Fenster.

Hausfront mit neuen Fenstern und leeren Fensteraussparungen
Zuletzt aktualisiert am 25.11.2025

Wann lohnt sich der Fenstertausch?

Grundsätzlich sollten Fenster, die vor 1995 – also vor Inkrafttreten der 1. Wärmeschutzverordnung – eingebaut sind, möglichst schnell ausgetauscht werden. Die U-Werte dieser Fenster entsprechen durch Einfachverglasung, Undichtigkeiten und mangelhaften Einbau längst nicht mehr den hohen Anforderungen an die Energieeffizienz, wie sie die aktuelle Fassung des Gebäudeenergiegesetzes vorschreibt. Die Folge: Hohe Heizkosten, die das Budget bei steigenden Energiepreisen wie auch die Umwelt und unser Klima empfindlich belasten.

Tipp: Im Zweifelsfall kann ein qualifizierter Energieberater die vorhandenen Fenster prüfen, beurteilen und die richtigen Sanierungsmaßnahmen empfehlen.

Kostenbeispiele für den Fenstertausch

Je nach Art des Rahmenmaterials und gewählter Verglasung variieren die Kosten für neue Fenster, pauschale Preisangaben können deshalb stets nur als ungefähre Anhaltspunkte dienen. Ein einflügeliges Fenster mit einer Größe von 1,50 x 1,50 m liefert in der folgenden Tabelle die Beispielgröße:

Rahmenmaterial Verglasung U-Wert in W/m²K Gesamtkosten/ m² Gesamtkosten Fenster 1,50×1,50
Kunststoff 2-fach-Verglasung
3-fach-Verglasung
1,3
0,86
ca. 400
ca. 430
ca. 500
ca. 550
Kunststoff-Aluminium 2-fach-Verglasung
3-fach-Verglasung
1,2
0,8
ca. 540
ca. 570
ca. 700
ca. 750
Holz 2-fach-Verglasung
3-fach-Verglasung
1,3
0,9
ca. 550
ca. 580
ca. 730
ca. 780
Holz-Aluminium 2-fach-Verglasung
3-fach-Verglasung
1,3
0,9
ca. 660
ca. 690
ca. 910
ca. 960
Aluminium 2-fach-Verglasung 1,1 ca. 970 ca. 1.400

Tipp: Größere Fenster sind teurer als kleine. Allerdings führt die doppelte Größe nicht zum doppelten Preis. Wesentlich mehr wirken sich gewähltes Rahmenmaterial und Verglasung auf den Fensterpreis aus.

Alte Fenster ausbauen – auch in Eigenleistung möglich

Ausbau und Entsorgung alter Fenster machen ca. 10 % der Gesamtkosten für den Fenstertausch aus. Während die Montage dem Fachbetrieb überlassen bleiben sollte, können Hausbesitzer durch den eigenhändigen Ausbau der alten Fenster also Kosten einsparen.

Allerdings sind bei dieser Überlegung verschiedene Punkte zu beachten:

  • Kommt es beim Ausbau der alten Fenster zu Zerstörungen und Schäden am Mauerwerk, dem Bodenbelag oder den Möbeln, muss der Bauherr die Kosten selbst tragen, bzw. die Schäden selbst beseitigen. Übernimmt der Fachbetrieb den Ausbau, haftet er für eventuell entstandene Schäden.
  • Fachbetriebe können alte Fenster meist günstiger und mit weniger Aufwand entsorgen als Privatpersonen, denn sie verfügen über die nötige technische Ausstattung und das Know-How.
  • Fensterbaufirmen können Aus- und Einbau besser koordinieren. Übernimmt der Bauherr den Ausbau, ist eine gute Koordination mit dem Handwerker erforderlich, damit die neuen Fenster möglichst schnell montiert werden.

Tipp: Ist ein Fensterausbau in Eigenleistung geplant, sollte diese Arbeit von mindestens zwei Personen durchgeführt werden.

Infobild Marke Eigenbau - nicht nur an Einsparungen denken

Förderung beantragen – Kosten beim Fenstertausch sparen

Energieeffizienzmaßnahmen an Gebäuden werden vom Staat gefördert. Ansprechpartner ist hier die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die mit verschiedenen Programmen Einzel- und Gesamtmaßnahmen mit Zuschüssen oder zinsvergünstigten Krediten fördert. Wichtig dabei ist, sich vor Beginn über die aktuellen Förderbedingungen zu informieren, denn durch Formfehler – wie zum Beispiel der Beginn der Arbeiten vor Förderbewilligung – kann die Möglichkeit der Finanzierung durch den Staat verloren gehen.

Tipp: Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist eine Förderung für die Vor-Ort-Beratung zum Fenstertausch und anderen Sanierungsmaßnahmen möglich.

Mehr über Förderungsmöglichkeiten erfahren

Jetzt investieren – langfristig sparen

Fakt ist: Der Austausch alter Fenster im Eigenheim ist eine große Investition. Bauherren sollten allerdings nicht nur die entstehenden Kosten sehen, sondern auch die Einsparpotenziale für die Zukunft. Je nachdem, welche Heizungsanlage und welches Brennmaterial verwendet wird, amortisieren sich die Kosten für die neuen Fenster langfristig und die Anfangsinvestition wird zum Sparpotenzial.

Wie lange die Amortisierung dauert, muss individuell berechnet werden. Den kürzesten Zeitraum ab 8 Jahren bietet der Austausch von einfachverglasten Fenstern mit hohem U-Wert ab 2,0 W/m²K gegen Fenster mit Zwei- oder Dreischeibenwärmedämmgläsern und einem U-Wert unter 1,0 W/m²K.

Mehr über den U-Wert erfahren

Infobild KfW Förderung für Fenstersanierung
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