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Acrylglas für Terrassenüberdachung

Mit einer lichtdurchlässigen Terrassenüberdachung kann der Freisitz vor dem Haus auch bei Regenwetter genutzt werden, die Terrassenmöbel und ebenso die Hauswand sind vor der Witterung geschützt. Und mit den richtigen Maßnahmen bietet auch die transparente Überdachung einen guten Sonnenschutz an heißen Tagen. Als Material für die Überdachung kommen Acrylglas, Echtglas oder Polykarbonat in Frage.

Gemütliche Terrasse mit Acrylglas als Material für das Dach mit vielen Pflanzen
Zuletzt aktualisiert am 19.11.2025

Die Materialien für durchsichtige Terrassenüberdachungen

Jedes durchsichtige Material für das Terrassendach hat seine speziellen Eigenschaften, Vorzüge wie auch Nachteile. Unterschiede gibt es außerdem im Preis. Acrylglas und Polycarbonat sind im Preis ähnlich, Echtglasüberdachungen deutlich teurer.

1. Acrylglas

Acrylglas, häufig bekannt als Plexiglas, ist ein thermoplastische Material und aufgrund seiner guten Durchsicht (vergleichbar mit Echtglas) und des günstigen Preises wegen sehr beliebt. Acrylglas ist UV-beständig und hat eine hohe Eigenstabilität. Dies ermöglicht weite stützenfreie Spannweiten. Durch spezielle Oberflächenbeschichtungen läuft Regenwasser – bei entsprechendem Gefälle – ab, ohne Spuren und Flecken zu hinterlassen.

Allerdings hat Acrylglas auch einige Nachteile. So ist das Material bruchempfindlicher als Glas oder Polycarbonat und kratzempfindlicher.

Tipp: Für die Terrassenüberdachung aus Acrylglas sollten Doppelstegplatten für eine gute Stabilität gewählt werden.

2. Polycarbonat

Hohlkammerplatten aus Polycarbonat sind als stabile und hochwertige Terrassenüberdachung sehr beliebt. Trotz der hohen Lichtdurchlässigkeit besitzen insbesondere Kammer- oder Stegplatten gute Isoliereigenschaften. Das Material ist sehr schlagfest und damit auch hagelsicher, durch seine hohe Elastizität ist Polycarbonat nahezu unzerbrechlich. Ebenfalls vorteilhaft ist die breite Temperaturstabilität von minus 11 bis plus 110 Grad. Vor Vergilbung schützt eine spezielle Oberflächenbeschichtung. Polycarbonat ist ein leichtes Material, für die Terrassenüberdachung muss deshalb keine aufwändige statische Konstruktion geschaffen werden.

Tipp: Lichtdurchlässiges Polycarbonat ist auch als eingefärbte Paneele erhältlich.

3. Echtglas

Wird Echtglas als Terrassenüberdachung verwendet, ist nach DIN 18008-2 „Glas im Bauwesen – Bemessungs- und Konstruktionsregeln – Linienförmig gelagerte Verglasungen“ zwingend Sicherheitsglas vorgeschrieben. VSG (Verbundsicherheitsglas) besteht aus zwei miteinander verklebten Glasscheiben, zwischen denen eine Folie eingelegt ist. Bricht das Glas, hält es dennoch zusammen, es entsteht keine Gefahr durch scharfe Splitter. Echtglas wirkt wertig und besitzt eine hohe Lichtdurchlässigkeit. Allerdings ist das Material schwer, deshalb ist eine entsprechend robuste Tragkonstruktion für die Terrassenüberdachung erforderlich.

Tipp: Als günstige, aber optisch wenig ansprechende, Alternative eignet sich auch sogenanntes Drahtglas.

Sonnenschutz nicht vergessen!

Eine lichtdurchlässige Verglasung schützt vor Regen, allerdings kann sich die Terrasse an warmen Tagen unangenehm aufheizen und es entsteht eine Hitzeglocke unter dem Dach. Deshalb sollte ein Sonnenschutz vorgesehen werden. Optimal ist ein außenliegender Sonnenschutz, zum Beispiel in Form einer Markise. Dadurch wird verhindert, dass sich das Glas aufheizt. Alternativ können auch spezielle Rollos oder Vorhänge unter der Glasscheibe angebracht werden und bieten bei Bedarf Schutz vor der Sonne.

Mehr über Sonnenschutz für Terrassenüberdachungen erfahren

Was kostet die transparente Terrassenüberdachung?

Die Gesamtkosten einer Terrassenüberdachung hängen von Größe, erforderlicher Tragkonstruktion und vom verwendeten Material ab. Für die Glas-, bzw. Kunststoffplatten müssen Bauherrn in etwa mit folgenden Kosten rechnen:

Material Kosten pro m²
Acrylglas Doppelstegplatten 30 bis 40 Euro
Polycarbonat Stegplatten 35 bis 50 Euro
VSG 60 bis 130 Euro

Die konkreten Kosten hängen auch von der Dicke der Platten sowie von den erforderlichen Zuschnitten ab. Wie bei jedem Baumaterial lohnt sich auch hier der Preisvergleich bei verschiedenen Anbietern.

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